Keiner will mich suchen …

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Rabbi Baruchs Enkel, der Knabe Jechiel, spielte einst mit einem anderen Knaben Verstecken. Er verbarg sich gut und wartete, dass ihn sein Gefährte suche.
Als er lange gewartet hatte, kam er aus dem Versteck; aber der andere war nirgends zu sehen. Nun merkte Jechiel, dass jener ihn von Anfang an nicht gesucht hatte. Darüber musste er weinen.
Er kam weinend in die Stube seines Großvaters gelaufen und beklagte sich über den bösen Spielgenossen.
Da flossen Rabbi Baruch die Augen über, und er sagte: „So spricht auch Gott: Ich verberge mich, aber keiner will mich suchen.“


[Eine chassidische Legende, nach Martin Buber]


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