Gelesen im neuen Gotteslob: Der Advent …

8. Dezember 2013, Das neue Gotteslob ...

Der Advent

Das Kirchenjahr und der Weihnachtsfestkreis beginnen mit dem Advent (lat.: ‚adventus‘ = Ankunft). Ab dem 4. Sonntag vor Weihnachten bereitet sich die Kirche auf das Kommen des Gottessohnes zu uns Menschen vor. Dies geschieht in dreifacher Hinsicht: durch die Erwartung, dass Christus wiederkommt und am Ende der Zeiten die ganze Schöpfung vollenden wird, durch die Vorfreude auf das Fest seiner Geburt und durch die Bereitschaft, sich für seine Gegenwart im Heute zu öffnen.
Die Zeit bis zum 17. Dezember ist geprägt vom Ausblick auf die Wiederkunft Christi am Jüngsten Tag, wenn er die Welt richten, aufrichten und in die Herrlichkeit Gottes führen wird. Die messianische Erwartung findet ihren Ausdruck in den Lesungen aus den Büchern der Propheten wie auch in der Gestalt Johannes des Täufers. Dem prophetischen Sehnsuchtsruf „Rorate caeli – Tauet, ihr Himmel, den Gerechten“ (vgl. Jes 45,8) entsprechend, werden Rorate-Gottesdienste gefeiert.
Ab dem 17. Dezember wird die Vorgeschichte der Geburt Christi betrachtet. Der vierte Adventsonntag stellt uns Maria vor Augen, die Mutter und Jungfrau, die uns Christus geboren hat.
Reiches Brauchtum prägt diese besondere Zeit des Kirchenjahres. Adventskranz, Adventskalender, Barbarazweige, Herbergssuche, Frauentragen, Hausgebet im Advent …
Die liturgische Farbe des Advents ist violett.

[Im neuen Gotteslob, Nr. 217,4]


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