24. Februar 2013, Über die Heilige Messe …

20. Mai 2012: Privat, Ukulele-Orchester St. Klemens ...
Foto: privat

Musik und Gesang sind in unserer Gesellschaft, in unserem Alltag ständig da, fast allgegenwärtig. Meistens kommt es aus der „Konserve“ – von irgendwo her aus einem Lautsprecher. Ob Fernsehen, Computer, Handy, mp3-Player, beim Einkaufen, im Shopping-Center – ständig wird man berieselt. Jemand anderer hat Musik aufgenommen, sehr professionell und mit allen technischen Möglichkeiten – und das wird uns dann vorgespielt …

Wenn wir selbst einmal zum Singen oder Musizieren aufgefordert werden, hört man oft schnell den Satz: Ich kann nicht singen. Ich kann kein Instrument spielen.

Kinder haben da scheinbar noch einen anderen Zugang zur Musik. Kaum fangen sie an zu sprechen, singen und musizieren sie auch schon – ganz einfach und auch ganz selbstverständlich.
Eigentlich ist ja auch schon beim einfachen Sprechen eine Melodie immer mit dabei, und der Mensch ist ja immer auch in verschiedenen Stimmungen: Wenn er traurig ist, klingt er anders, als wenn er fröhlich ist, wenn er Angst hat oder krank ist anders als wenn er ganz unbeschwert und voll Lachen sein kann …
Was passiert da bei uns, dass das eigene Singen und Musizieren dann irgendwie im Leben oft aufzuhören scheint?

In der Kirche, beim Gottesdienst, in der Feier der Heiligen Messe hat das Singen und Musizieren auch einen ganz besonderen Stellenwert.
Im Gottesdienst kann ich selbst meine Stimme erheben. Manchmal singt jemand alleine etwas vor, manchmal ist da ein Chor, öfter ist der gemeinsame Gesang aller Anwesenden gefragt.
Manchmal gelingt es, dass ein Lied wirklich schön wird, stimmungsvoll, bewegend, gemeinsam, wie wenn auf einmal so ein Aufeinander-Hören da wäre, eine Harmonie, eine gemeinsame Bemühung um eine besondere Schönheit – dann kommt auch schon in der Musik zum Ausdruck, was der Gottesdienst auch ist und sein will:
Eine Feier der besonderen Verbundenheit der Menschen untereinander und mit Gott, ein Miteinander-Sein unter der Liebe Gottes … Menschen, die sich miteinander aufmachen, heraus aus der Eintönigkeit, Einsamkeit, Traurigkeit, Härte, aus der Unstimmigkeit – hin zu dieser besonderen Hoffnung und Freude, die von Jesus kommt …

Das wäre was, wenn einmal wirklich alle Menschen in der Kirche
so richtig lebendig zu singen anfangen würden!


Einen schönen Sonntag und eine gute Woche wünscht dir
Diakon Mag. Herbert Schalk


Kommentieren ist momentan nicht möglich.