Heiliger Philipp Neri, bitte für uns!

Es wird erzählt:
Die Baronin Pomilia de Rossi, die in Santa Maria Novella (der Kirche, die Philipp Neri betreute) immer zur Heiligen Messe ging, hatte die Gewohnheit, gleich nach der Kommunion die Kirche zu verlassen, ohne eine Danksagung zu halten und den Schluss abzuwarten.
Als es wieder einmal geschah, drückte der Philipp nach der Messe seinen vier Ministranten in der Sakristei eine brennende Kerze in die Hand, gab ihnen Anweisungen und sagte: ‚Schnell, eilt der Baronin nach!‘
Als sie die Baronin erreicht hatten, gingen sie mit den Kerzen neben ihr her.
Die Baronin fuhr die Ministranten an: ‚Was macht ihr da?‘
Sie antworteten Ihr: ‚Don Philippo hat uns geschickt.‘
Da kam er auch schon selbst des Weges. Er zog den Hut und sagte: ‚Frau Baronin haben gerade kommuniziert. Noch ist Christi Leib, das eucharistische Brot, nicht vergangen. Zu den Vorschriften der Kirche gehört es: Das allerheiligste Sakrament muss mit Kerzen begleitet sein, wenn man es über die Straße trägt. Deshalb schickte ich die Kerzenträger nach.‘
Donna Pompilia de Rossi bekam einen roten Kopf, dass man es unter der Schminke sehen konnte, sagte leise ‚Madonna mia‘, drehte sich auf dem Absatz herum und ging wieder in die Kirche.
Von nun an lief sie nie wieder zu früh aus der Heiligen Messe fort …

[Quelle: http://www.st-antonius.at]

Heiliger Filippo Neri ...Philipp Neri (1515-1595) ging als junger Mann nach Rom und arbeitete dort 16 Jahre als Erzieher. Dabei führte er ein Leben des Gebets und der Nächstenliebe, pflegte Kranke und gab auf der Straße religiöse Unterweisungen. In diesen Jahren studierte er auch Theologie und Philosophie.
1548 gründete er mit seinem Beichtvater die Bruderschaft von der Heiligsten Dreifaltigkeit zur Pflege armer und kranker Rompilger.
1551 wurde er zum Priester geweiht. Er sammelte Menschen um sich, um mit ihnen die Bibel zu lesen, zu beten und zu musizieren. Daraus wurde ab 1552 das „Oratorium“ Philipp Neris. Der Name leitete sich aus dem Treffpunkt der Gruppe ab, einem Gebetsraum.
Mit seinen Mitbrüdern führte Philipp Neri neue Seelsorgsmethoden ein, wie die Kinderpredigt, geistliche Lieder in der Volkssprache, Wallfahrten und geistliche Übungen.
Sein Wesen war geprägt von Humor, Lebensfreude und einer tiefen Demut.
Die Idee des Oratoriums als einer Gemeinschaft von Priestern und Laien hat sich seither in der ganzen Welt verbreitet.

[Quelle: Magnificat. Das Stundenbuch]


„Heiterer Sinn stärkt das Herz und macht uns beharrlich im Guten.“


„Der wahre Weg, um in heiliger Tugend voranzuschreiten, besteht darin,
in heiliger Fröhlichkeit zu verharren.“


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