Die Legende vom Pelikan und seinen Jungen

Nach dem Bericht des „Physiologus“ (frühchristliche Naturlehre, ursprünglich wahrscheinlich aus dem 2. Jahrhundert) erweckt der Pelikan seine Jungen zum neuen Leben, indem er sie sein Blut trinken lässt. Dies galt als Symbol für die erlösende Kraft des am Kreuz vergossenen Blutes Christi.

Pelican-in-her-piety
Montrealais [GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html) or CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/)], via Wikimedia Commons

Die Legende vom Pelikan und seinen Jungen
Ein Land wurde von einer großen Hungersnot heimgesucht. Menschen und Tiere litten schreckliche Not und wussten nicht, wie sie ihr Leben erhalten konnten.
In diesem Land lebte ein Pelikan, der sich nicht um sein eigenes als vielmehr um das Leben seiner Jungen sorgte. Sie forderten Tag um Tag ihre Nahrung. Als es keinen anderen Weg mehr gab, öffnete der Pelikan mit seinem Schnabel seine Brust, und mit dem herausströmenden Blut gab er seinen Jungen zu trinken.
So rettete er seine Jungen vor dem sicheren Hungertod, und sie konnten nach der Hungersnot voll Kraft ins Leben fliegen. Der alte Pelikan aber starb. Er hatte sein Blut, sein Leben gegeben für seine Jungen …


Kommentieren ist momentan nicht möglich.