Tauet, Himmel, den Gerechten …

30. November 2011, In der Nacht ...
Foto: Herbert Schalk

Dieses Lied von Heinrich Lindenborn aus dem Jahr 1741 singen wir in unseren Gottesdiensten in der Adventzeit 2011 in besonderer Weise, als „dialogischen“ Gesang, immer abwechselnd einen Vers die eine Gruppe, den nächsten Vers die andere Gruppe …


„Tauet Himmel den Gerechten,
Wolken regnet ihn herab!“,
rief das Volk in bangen Nächten,
dem Gott die Verheißung gab,
einst den Retter selbst zu sehen
und zum Himmel einzugehen;
denn verschlossen war das Tor,
bis der Heiland trat hervor.

Voll Erbarmen hört das Flehen
Gott auf hohem Himmelsthron:
Alle Menschen sollen sehen
Gottes Heil in seinem Sohn.
Gottes Engel eilt hernieder,
kehrt mit dieser Antwort wieder:
„Sieh, ich bin des Herren Magd,
mir gescheh, wie du gesagt.“

Und als Mensch zu Menschenkindern
kommt des ewgen Vaters Sohn;
Licht und Heil bringt er den Sündern,
Frieden von des Himmels Thron.
Erde jauchze auf in Wonne
bei dem Strahl der neuen Sonne:
Bald erfüllet ist die Zeit.
Macht ihm euer Herz bereit!


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