Kambodscha: „Handicapped Jesus“

www.missio.at / Grafik: privat
Handicapped Jesus, Kambodscha ...Kambodscha ist ein Land der Verstümmelten. Viele Menschen wurden Opfer von Landminen und Krankheiten. Sie sind körperlich schwer behindert. Für sie werden die Gläubigen durch ihre Nähe und Anteilnahme unverzichtbare Botschafter der grenzenlosen Liebe Gottes.

Ein leuchtendes Beispiel ist der spanische Jesuitenmissionar Pater Jorge: Eines Tages begleitete er das junge Landminenopfer Da Seum zu einer Bein-Amputation ins örtliche Krankenhaus. Angsterfüllt musste der Kambodschaner stundenlang auf den schweren Eingriff warten. Besorgt betrat Pater Jorge den Operationssaal. Da Seum lag einsam auf dem Operationstisch, die Arme weit ausgebreitet. An ihnen hing jeweils eine Infusion. Als Da Seum seinen Freund Jorge sah, verflog seine Angst und er freute sich über dessen Gegenwart.

Da traf es Pater Jorge mitten ins Herz: „Das ist Jesus am Kreuz!“ Pater Jorge ließ dieses Bild des am Bein amputierten Freundes als Kreuz schnitzen und nannte es „Handicapped Jesus“. Dieses spezielle Kreuz hat sich tief in das Leben der kambodschanischen Kirche eingeprägt. Es zeigt den leidgeprüften Menschen Kambodschas, dass Jesus sich mit den Armen und Leidenden identifiziert.

(Aus dem Hirtenwort der Erzbischöfe und Bischöfe Österreichs, Oktober 2010)


Kommentieren ist momentan nicht möglich.