Aus der Botschaft zum Weltmissions-Sonntag

Papa-tagliato
By Archeologo (Own work) [CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons

Kirchliche Gemeinschaft entsteht aus der Begegnung mit dem Sohn Gottes, Jesus Christus, der durch die Verkündigung der Kirche die Menschen erreicht und dadurch Gemeinschaft mit ihm selbst und folglich mit dem Vater und dem Heiligen Geist schafft (vgl. 1 Joh 1,3).
Christus schafft die neue Beziehung zwischen dem Menschen und Gott.
„Er offenbart uns, ‚daß Gott die Liebe ist‘ (1 Joh 4,8), und belehrt uns zugleich, daß das Grundgesetz der menschlichen Vervollkommnung und deshalb auch der Umwandlung der Welt das neue Gebot der Liebe ist.
Denen also, die der göttlichen Liebe glauben, gibt er die Sicherheit, daß allen Menschen der Weg der Liebe offensteht und daß der Versuch, eine allumfassende Brüderlichkeit herzustellen, nicht vergeblich ist“ (Gaudium et spes, 38).

Die Kirche wird „Gemeinschaft“ durch die Eucharistie, bei der Christus, der in Brot und Wein gegenwärtig ist, die Kirche durch sein Liebesopfer als seinen Leib aufbaut, uns mit dem einen und dreifaltigen Gott und untereinander vereint (vgl. 1 Kor 10,16ff.).
Im Nachsynodalen Apostolischen Schreiben Sacramentum caritatis habe ich angemerkt: „Tatsächlich können wir die Liebe, die wir im Sakrament feiern, nicht für uns behalten. Sie verlangt von ihrem Wesen her, an alle weitergegeben zu werden. Was die Welt braucht, ist die Liebe Gottes – Christus zu begegnen und an ihn zu glauben“ (Nr. 84).
Aus diesem Grund ist die Eucharistie nicht nur Quelle und Höhepunkt des kirchlichen Lebens, sondern auch ihrer Sendung: „Eine authentisch eucharistische Kirche ist eine missionarische Kirche“ (ebd.), die alle der Gemeinschaft mit Gott zuführt und mit Nachdruck verkündet: „Was wir gesehen und gehört haben, das verkünden wir auch euch, damit auch ihr Gemeinschaft mit uns habt“ (1 Joh 1,3).


Den gesamten Text der Botschaft zum Weltmissions-Sonntag 2010 von Papst Benedikt XVI. finden Sie » hier


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