Archiv für 11. Juli 2010

Sonntag, 11. Juli 2010


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Sommerordnung bis 5. September, Rückblick & Vorschau auf den Herbst …


Die jährliche Pfarr-Wallfahrt nach Mariazell

Anfang Juli 2010, Wallfahrt nach Mariazell ...
Foto: privat

Unsere Wallfahrt hat schon eine lange Tradition. Heuer stand sie unter dem Motto „Ihr werdet meine Zeugen sein bis an die Grenzen der Erde“. Diese Herrenworte aus der Apostelgeschichte, 1. Kapitel, Vers 8, galten der Gemeinde in Jerusalem. Auch die damaligen Menschen wussten nicht, wie alles weitergehen würde und hatten viele Fragen, wie auch wir. Der Auferstandene ging aber auf keine Einzelheiten ein, sondern verhieß ihnen die Kraft des Heiligen Geistes, der sie zu seinen Zeugen machen würde. Damit ist auch die Verbindung zu Apostelgeschichte 2010 hergestellt. Diese „moderne Apostelgeschichte“ möchte versuchen, die lukanische auftragsgemäß weiterzuschreiben.

Anfang Juli 2010, Wallfahrt nach Mariazell ...
Foto: privat

So machten wir uns auf den Weg, gleichsam symbolisch für die Nachfolge Jesu und als Symbol für das Leben: Der gemeinsame Weg, bergauf und bergab, sozusagen über Höhen und Tiefen des Lebens, des eigenen, des Lebens unserer Gemeinde, unserer Kirche. In solchen Meditationen kann man die Mitte des Lebens erahnen und obendrein ergeben sich oft Gespräche, die sonst nicht stattgefunden hätten.

Anfang Juli 2010, Wallfahrt nach Mariazell ...
Foto: privat

Heuer hatten wir erstmalig ein schönes Vortragekreuz, geschmückt mit einem Blumenkranz, der im Laufe des Weges immer bunter wurde.
Wie jedes Jahr stand am Beginn die Wallfahrer-Messe mit unserem Pfarrer in St. Klemens mit einer Einstimmung auf das Thema. Danach ging’s mit dem Bus nach Loich, zur Hammermühle zu einem ersten Gebet. In Wallerbach beteten wir den „Engel des Herrn“. Zu Mittag in Schwarzenbach war es schon recht heiß, und so wurde der steile Aufstieg zur „Hölzernen Kirche“ ein wenig mühsam. Nach einer Meditation ging’s noch weiter hinauf zum Weißen Kreuz und schließlich gemütlich nach Annaberg zum Abendlob und zu einem erfrischenden und gemütlichen Tagesausklang.

Anfang Juli 2010, Wallfahrt nach Mariazell ...
Foto: privat

Der Sonntag begann in Annaberg mit dem Morgenlob. Das schöne Wetter erlaubte uns wieder einmal die Wegvariante durch die Ötschergräben, vorbei an wasserreichen Wasserfällen zum Ötscherhias. Am Weg nach Mitterbach, von wo uns der Bus nach Mariazell zu einem späten, aber guten Mittagessen abholte, beteten wir nach alter Wallfahrtstradition inmitten der grünen, blühenden Natur den Rosenkranz. Um 16 Uhr feierte unser Pfarrer mit uns die heilige Messe vor dem Gnadenaltar. [w.s.]

Anfang Juli 2010, Wallfahrt nach Mariazell ...
Foto: privat


8. Juli: Der heilige Kilian, Bischof, und seine Gefährten, Glaubensboten und Märtyrer

Kilian, Kolonat und Totnan ...
By Christian "VisualBeo" Horvat (Own work) [GFDL or CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons

Der irische Wanderbischof Kilian kam mit seinen Begleitern, dem Priester Kolonat und dem Diakon Totnan, im 7. Jahrhundert nach Würzburg.
Nach einem Bericht, der ums Jahr 840 abgefasst wurde, kam es zu einem Konflikt mit der in Würzburg ansässigen, christlich gewordenen Herzogsfamilie, weil Kilian dem Herzog gegenüber auf der Beachtung des kirchlichen Eherechts bestand. Um 689 wurde Kilian mit seinen beiden Begleitern im Auftrag der Herzogin ermordet.
Seine Reliquien wurden 722 aufgefunden und 788 in Gegenwart Karls des Großen in den Salvatordom (heute Neumünster) überführt.

[Quelle: http://www.erzabtei-beuron.de/schott]

Der Name Kilian wird in älteren Namensbüchern meist mit „Kirchenmann“ übersetzt, was sich vermutlich auf seinen berühmtesten Träger bezieht und als eigentlicher Sinn des Wortes nicht in Frage kommt. Wahrscheinlicher erscheint, dass der Name der keltischen Urform „Ceallach“ entstammt und „Krieg, Kampf, Kämpfer“ bedeutet.

[Quelle: http://de.wikipedia.org]


11. Juli: Der heilige Benedikt

Antonello da Messina [Public domain], via Wikimedia Commons

Antonello da Messina 050Benedikt wurde in Nursia (ital. Norcia) um 480 als Sohn eines reichen Landbesitzers geboren. Seine Zwillingsschwester war die später ebenfalls als Heilige verehrte Scholastika.

Nach der Schulzeit in Nursia schickten Benedikts Eltern ihren Sohn zum Studium nach Rom. Von der Sittenlosigkeit seiner Mitstudenten enttäuscht, ging er aber bereits nach kurzer Zeit in die Berge nach Enfide (dem heutigen Affile) und lebte mit einer Gruppe von Einsiedlern, bevor er sich 3 Jahre lang in eine Höhle bei Subiaco östlich von Rom zurückzog. Über dieser Höhle wurde im 12. Jh. das Kloster San Benedetto, auch Sacro Speco (= Heilige Höhle) genannt, gegründet.

In dieser Zeit wurden immer mehr Menschen auf Benedikt aufmerksam, und bald bat man ihn, dem nahe gelegenen Kloster in Vicovaro vorzustehen. Benedikt willigte ein und versuchte, das Leben in dem Kloster neu zu ordnen. Dabei stieß er auf großen Widerstand der Mönchsgemeinschaft, die sogar versuchte, ihren unbequemen Abt mit vergiftetem Wein umzubringen.

Benedikt kehrte wieder in das Tal von Subiaco zurück und gründete in einem Gebäude der Nerovilla das Kloster San Clemente sowie zwölf weitere, kleine Klöster – unter ihnen das als einziges noch heute erhaltene Konvent Santa Scolastica. Der Legende nach sollen ihn die Intrigen des neidischen Priesters Fiorenzo von Subiaco von dort wieder vertrieben haben. Doch steht dahinter wohl ein Konflikt mit dem Bischof von Tivoli, dem der zunehmende Einfluss Benedikts in seiner Diözese ein Dorn im Auge war.

Benedikt zog nach traditioneller Sichtweise 529 mit einer kleinen Schar treuer Anhänger auf den 80 km südöstlich gelegenen Monte Cassino und gründete dort das Kloster, das als Mutterkloster der Benediktiner gilt. Er führte selbst dort die Gemeinschaft. Für sie schrieb er auch seine berühmte „regula benedicti“.

Benedikt war bei der einheimischen Bevölkerung sehr beliebt. Er stand den Menschen in Notzeiten bei. Auch von Heilungen, sogar von Totenerweckungen berichten die Legenden. Benedikt gilt als Begründer der organisierten klösterlichen Pflege.

In Monte Cassino starb Benedikt schließlich am Gründonnerstag des Jahres 547, dem 21. März, während er am Altar der Klosterkirche betete – der Überlieferung nach stehend, auf seine Mönche gestützt. Seine Mitbrüder berichteten laut Gregor dem Großen, sie sahen, wie Engel ihn auf teppichbelegter, lichterfüllter Straße in den Himmel trugen.

Der Name Benedikt stammt aus dem Lateinischen („bene dictus“ = „wohl gesagt“) und bedeutet der „Gesegnete“.

Das Datum des heutigen Gedenktags hängt mit einer Übertragung der Reliquien des Heiligen im 8. Jahrhundert zusammen. Von Pius XII. wurde Benedikt zum „Vater Europas“, von Paul VI. zum „Schutzpatron Europas“ erklärt.

[Quelle: http://wapedia.mobi/de/Benedikt_von_Nursia]

„Keiner soll nach dem eigenen Nutzen streben, vielmehr soll jeder auf das bedacht sein, was für den andern gut ist.“

[Aus der Regel des heiligen Benedikt]