Bitte mit Humor!


Anekdoten und Witze enthalten häufig
eine klug versteckte Weisheit …


Die Kraft des Gebets

Das Passagierschiff droht zu sinken. Verzweifelt ruft der Kapitän: „Ist jemand unter Ihnen, der wirklich inbrünstig beten kann?“ – „Ja, ich“, ruft einer der Passagiere. „Danke, da bin ich erleichtert“, sagt der Kapitän, „wir haben einen Rettungsring zu wenig.“

Bitte um Regen

Seit Wochen hatte es nicht mehr geregnet, Weiden und Felder waren fast verdorrt. Deshalb lud der Pfarrer die Gläubigen zu einem Bittgottesdienst um Regen. Die Dorfkirche war voller Menschen. Der Pfarrer blickte von der Kanzel auf seine Gemeinde und rief ihr zornig zu: „Euer Unglaube ist eine Sünde vor dem Herrn. Wir sind hier versammelt, um Gott zu bitten, dass er es regnen lassen möge. Aber was muss ich sehen? Kein einziger von euch Glaubensschwächlingen hat einen Regenschirm für den Heimweg mitgebracht!“

Bitte um Rettung

Einem Wanderprediger werden Wunderkräfte nachgesagt. Ein begeisterter Anhänger erzählt: „Wir gingen durch eine Straße, und in einer Haustür standen Jugendliche, die sich über den Prediger lustig machten. Da streckte der die Hand aus und rief zornig: ‚Gott, lasse das Haus zusammenstürzen über diesen Sündern!‘ Doch dann besann er sich und rief noch lauter: ‚Nein, um der Gerechten willen, die in diesem Hause sein mögen, bitte ich – lass das Haus stehen!‘ Und was meint ihr – das Haus blieb stehen!“

Bitte um Originalität

Ein Pfarrer brachte in seinen Predigten gern Zitate aus den einschlägigen Predigtsammlungen unter. Am Sonntag saß ein alter Herr unter seiner Kanzel und rief nach den ersten Sätzen der Predigt laut: „Das ist von Jörg Zink!“ Irritiert fuhr der Prediger fort, doch schon nach den nächsten Sätzen tönte es von unten: „Das ist von Eberhard Jüngel!“ Der Prediger schluckte seinen Ärger herunter und machte weiter, doch schon bald war deutlich zu vernehmen: „Das ist von Eugen Drewermann!“ Da beugte sich der Pfarrer zornesrot über den Rand der Kanzel und rief dem Störer zu: „Wenn Sie jetzt nicht schweigen, werde ich Sie unverzüglich vor die Türe setzen!“ Darauf der alte Herr, bewundernd: „Das ist von Ihnen!“

Bitte um Beweise

Mark Twain wurde nach dem Gottesdienst von dem nicht gerade bescheidenen Pfarrer gefragt, wie denn dem großen Schriftsteller seine Predigt gefallen habe. „Sie war sehr beeindruckend“, antwortete Mark Twain, „aber ich besitze ein Buch, in dem Ihre Predigt Wort für Wort abgedruckt ist.“ Außer sich forderte der Pfarrer: „Schicken Sie mir dieses Buch, oder ich werde Sie wegen Verleumdung anzeigen!“ Tags drauf erhielt der Pfarrer ein Paket von Mark Twain. Darin befand sich ein Wörterbuch.

Bitte um Aufmerksamkeit

Der junge Pfarrer bemerkt, dass eins seiner Schäfchen während seiner Predigt eingeschlafen ist. Er hält kurz inne, ruft laut „Aufwachen!“ und entschuldigt sich ironisch dafür, offenbar jemanden gelangweilt zu haben. Er erntet allgemeine Erheiterung und setzt die Ansprache fort. Als er am Ausgang steht, um jeden Besucher zu verabschieden, bitten ihn zu seiner Überraschung insgesamt sieben Leute um Entschuldigung, dass sie während seiner Predigt eingenickt waren.

Bitte um Geld

Kardinal Farnese (1520–1587) war außerordentlich wohltätig und großzügig. Eine arme Frau bat ihn einmal um 5 Scudi. Er schrieb eine Anweisung für seinen Schatzmeister, und die Frau erhielt 50 Scudi. ,,Ich hatte doch nur um 5 gebeten“, sagte sie. Der Schatzmeister zeigte ihr, dass die Anweisung auf 50 Scudi lautete. Da ging sie mit dem Schein abermals zum Kardinal: „Eminenz, Sie haben sich bestimmt um eine Null geirrt.“ Der Kardinal besah die Anweisung und lächelte. „Ja, allerdings“, erwiderte er. Und fügte noch eine Null hinzu.

[eingesandt von e.s., Quelle unbekannt]


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