Der Kreuzweg …

Kirchenfenster in der Pfarrkirche Don-Bosco, Klagenfurt ...
Foto: Herbert Schalk

Der Brauch des Kreuzweg-Gehens entstand im 14. Jahrhundert. Der im Heiligen Land übliche Pilgerbrauch, den Weg der Kreuzigung nachzugehen, wurde von den Franziskanern zu einer Art Volksandacht entwickelt. Dahinter stand das Bestreben, sich die Ereignisse um das Leiden und Sterben Christi möglichst plastisch vor Augen zu stellen. So ging man in Jerusalem den Weg nach, den Jesus vermutlich von der Verurteilung bis zum Tod am Kreuz gegangen ist. Während des Weges wurde an verschiedenen Punkten der Geschehnisse der Passion gedacht. Heute heißt diese Straße Via Dolorosa (lat. schmerzhafte Straße).

Im 14. Jahrhundert waren es im deutsch-katholischen Raum zumeist nur sieben Stationen (Zahl der Stationskirchen in Rom), dann fügte die Volksfrömmigkeit sieben weitere Stationen hinzu. Bis ins 17. Jahrhundert verbreiteten sich die heute üblich gewordenen 14 Stationen über die ganze Welt.

Da es nicht für alle Christen möglich war, das Heilige Land zu besuchen, baute man in Europa Nachbildungen des Kreuzweges. Zuerst war es ein wirklicher Weg, meist auf einen Berg hinauf, der von den bildlichen Darstellungen der 14 Stationen gesäumt wurde. Später (etwa 1700) begann man, an den Wänden in den Kirchen die Kreuzwegstationen darzustellen. Aus dem gegangenen Kreuzweg wurde die Kreuzwegandacht.

Gebetet wird der Kreuzweg vor allem in der Fasten- bzw. Passionszeit. Am Karfreitag geht in Jerusalem jedes Jahr eine große Zahl von Pilgern den traditionellen Kreuzweg auf der Via Dolorosa.

Kreuzwege im Internet, z.B.:

Online-Kreuzweg der österreichischen Franziskaner

www.kreuzweg.at
Internet-Kreuzweg des Pfarrers Peter Schleicher, Neuberg

via crucis, Büro für liturgische Feiern mit dem Heiligen Vater

Der Prager Kreuzweg
Eine Gruppe junger Priester (Weihejahrgang 1990) aus dem Bistum Mainz entdeckte diesen Kreuzweg mit 14 Stationen in Prag.

Neuer Kreuzweg in St. Bruno, Erzbistum Köln


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