Franz Jägerstätter

Am 26. Oktober 2007 wurde Franz Jägerstätter im Dom zu Linz selig gesprochen.

von Sziklai / Sziklai in der Wikipedia auf Deutsch [Public domain], via Wikimedia Commons

Plakat Jaegerstaetter„Franz Jägerstätter war tief im Gebet, in der Heiligen Schrift und in der Liebe zur Eucharistie verankert. Die inneren Voraussetzungen für das rechte Beten entnahm er der Bergpredigt.
Wer mit Menschen in Feindschaft lebt, kann nicht mit Gott in Freundschaft sein. So unterstreicht Jägerstätter die Bereitschaft zu Versöhnung und Verzeihung als Voraussetzung für das rechte Beten. Zudem soll jedes Gebet vom ‚Zuerst‘ des Reiches Gottes getragen sein und nicht durch die Sorge um irdische Güter überlagert werden.

Das schönste Gebet war für ihn das Vaterunser – der ‚Inbegriff aller Gebete‘, das wichtigste Gebet.
Maß für das Bittgebet ist die Erfüllung des Willens Gottes. Gebet ist für Jägerstätter die Betrachtung der Liebe Gottes zu uns Menschen in Jesus Christus und der dankbare Mitvollzug dieser Liebe.

Er blickt mir als gläubiger Mensch entgegen, aber auch als tiefer und einsamer Mensch, der nicht mit der Masse schwimmt. Insofern ist er ein von Gott beim Namen Gerufener, kein Herdentier, kein Massenprodukt.

Franz Jägerstätter ist ein Märtyrer des Gewissens. Er wollte Gott mehr gehorchen als den Menschen. In seinem Zeugnis strahlt die Würde der menschlichen Person auf, die Würde des menschlichen Gewissens. Sein Martyrium zeigt den Sieg des Lebens über den Tod, den Sieg der Liebe über das Böse.

Jägerstätter war keiner, der der Mehrheit nach dem Mund geredet hat. Das Gewissen lässt sich für Jägerstätter nicht durch die Autorität der staatlichen Obrigkeit suspendieren. Absolutes und letztes Kriterium für die Unterscheidung der Geister ist bei Jägerstätter der Wille Gottes: „Keiner irdischen Macht steht es zu, die Gewissen zu knechten …“

Bischof Manfred Scheuer, Innsbruck

Lesen Sie mehr über Franz Jägerstätter unter www.jaegerstaetter.at


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